Basquiat in der Fondation Beyeler
07.05.10 16:42 Abgelegt
in:
Kunst und Kultur

Aus
Anlass seines 50. Geburtstages widmet die Fondation Beyeler
Jean-Michel Basquiat, dem Wunderkind der amerikanischen
Hip-Hop-Generation, die bisher umfangreichste Retrospektive. Vom 9.
Mai bis zum 5. September sind in Riehen kuratiert von Dieter
Buchhart und Sam Keller, 86 meist grossformatige Gemälde, dazu
Zeichnungen und skulpturale Objekte zu sehen – eine Auswahl aus
einem riesigen Oeuvre, das über 1000 gemalte und mehr als 2000
gezeichnete Arbeiten umfasst. Basquiat, 1960 als Kind einer
Puertoricanerin und eines Haitianers in Brooklyn geboren und 1988
in Manhattan im Drogenrausch gestorben, begann mit 16 als Sprayer,
dann versuchte er sich als Gestalter von T-Shirts und als Musiker
bevor er sich der Malerei zuwandte. Sein Aufstieg zum Jungstar der
internationalen Kunstszene begann 1981, als seine Arbeiten in der
Ausstellung «New York/New Wave» neben Bildern von Keith Haring und
Robert Mapplethorpe hingen und die ersten Kunsthändler auf ihn
aufmerksam wurden. Ein Jahr später sah sich der 21-jährige zur
Documenta nach Kassel eingeladen. Erstklassige Galerien in den USA
und in Europa richteten ihm Einzelausstellungen aus. In der
chronologisch aufgebauten Präsentation in Riehen ist ein zunehmend
selbstsicheres kreatives Naturtalent dabei zu beobachten, wie es
seiner eigenen Welt Form und Farbe gibt – spielerisch, kraftvoll
und «immer echt», wie sein Galerist und Förderer Bruno
Bischofberger betont.
Die
ausführliche Besprechung der Ausstellung und des Katalogs gibt
es hier.
Tags:Jean-Michel Basquiat, Keith Haring, Al Diaz, Glenn
O’Brien, Madonna, Diego Cortez, John Cage,
Julian Schnabel, Francesco Clemente,
Annina Nosei, Andy Warhol, Bruno Bischofberger, Fab 5 Freddy
Der Erste Weltkrieg
05.05.10 14:27 Abgelegt
in:
Kunst und Kultur
Auf
vier DVDs mit insgesamt über elfeinhalb Stunden Filmsequenzen
entwickeln Heinz Bütler und Alexander Kluge mit Hilfe zahlreicher
illustrer Expertinnen und Experten unter dem Titel «Der Erste
Weltkrieg: Kunst und Krieg» ein umfassendes Panorama künstlerischer
und politischer Weichenstellungen, die ein ganzes Jahrhundert zum
Entgleisen brachten. Die Frucht der Zusammenarbeit zwischen NZZ
Format und dctp.tv wird (für stolze 120 Franken) als
«Sammlerobjekt» präsentiert und gleichzeitig als «Work in progress»
relativiert. Für das Jubiläumsjahr 2014 steht eine ergänzte Fassung
in Aussicht. Die von Heinz Bütler verantworteten beiden ersten DVDs
befassen sich mit einzelnen Künstlern und ihren Kriegserfahrungen
(DVD 1) sowie mit Dadaismus und Surrealismus (DVD 2). Alexander
Kluge dokumentiert – mit einem bedeutend grösseren Stab von
Mitarbeitenden und einem signifikant höheren intellektuellen und
kreativen Aufwand – «Die Abwesenheit von Kriegskunst», zeigt «wie
ein Jahrhundert entgleist» (DVD 3) und demonstriert die
Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit historischen Katastrophen
(DVD 4) – denn «wer die Massaker nicht erinnert, pflegt sie.» Es
liegt in der Natur der Materialsammlung, dass sich die
Betrachtenden auf Längen und Unfertiges gefasst machen müssen. Das
Begleitheft hilft, Schwerpunkte zu erkennen. Unsere kritische Besprechung
steht hier.
Tags:Kunst und Krieg, Kriegskunst, Der Erste Weltkrieg,
Alexander Kluge, Ueli Jäggi, Heinz
Bütler, Bernhard Echte, Eberhard W. Kornfeld, Veronika Mertens, Robert
Kopp, Christian Uetz, Winfried Baumgart, Peter
Berling, Jörg Friedrich, Gerhard
Gross, Michael Lentz, John C. G. Röhl, Matthew Rubenstein, Martin Wuttke, Michael
Geyer, Friedrich Kittler, Markus Pöhlmann, Sönke Neitzel, Bernhard R. Kroener, Rolf Hochhuth, Elisabeth Lenk, Achim Kubinski, Robert Hunger-Bühler, Ragna
Schirmer, Stefan Zweifel, Juri
Steiner, Rudolf Koella