13 Januar 2008
Hannah Höch
19.01.08 13:37 Abgelegt
in:Kunst und Kultur
Es
ist heute selten, dass sich beim Betrachten einer Kunstausstellung
Überraschendes entdecken lässt. Die Shows der grossen Namen sind –
nicht zuletzt wegen der horrenden Versicherungsprämien – sorgfältig
auf den allgemeinen Publikumsgeschmack konzipierte
Wanderunternehmen, die hie und da mit lokalen Leihgaben ein wenig
aufgemotzt werden. Aber es gibt auch Ausnahmen. Zum Beispiel
derzeit die Retrospektive für Hannah Höch im Museum Tinguely in
Basel. Sie zeigt das Werk einer eigenständigen und eigenwilligen
Persönlichkeit und straft alle Lügen, die in der Höch lediglich das
Berliner Dada-Groupie zu kennen glaubten, dessen Ehrgeiz darin
bestand, mit den Künstler-Kollegen zu wetteifern. Die überzeugende
Korrektur der weit verbreiteten Vorurteile gelingt in erster Linie
dank der Sorgfalt, mit der die «Berlinische Galerie»,
das Museum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur des Landes
Berlin, den Nachlass der Künstlerin verwalten und erforschen. Das
Museum Tinguely zeigt das Material der Berliner Kollegen, neu
arrangiert und durch Leihgaben ergänzt, als spannende
Entdeckungsreise durch das weithin unbekannte Universum der Hannah
Höch. Mehr...