AHV für Grossmütter in Tansania
17.08.08 19:32 Abgelegt
in:
Entwicklungspolitik
Als 1948 die Geldbriefträger allen über 60 bzw. 65 Jahre alten
Schweizerinnen und Schweizer jeden Monat 40 Franken AHV-Rente ins
Haus brachten, hatten keine und keiner von ihnen Beiträge bezahlt.
Das Modell der frühen AHV-Jahre übertrug der Schweizer Soziologe
Kurt Madörin, 70, vor fünf Jahren auf seine Wohngemeinde Nshamba im
Nordwesten Tansanias. Er begann mit 55 unterstützten alten Frauen;
heute bewahrt das Hilfswerk
KwaWazee 750 Grossmütter und
600 bei ihnen lebende Enkel mit monatlichen Zuwendungen von 6000
Shilling (etwa fünf US-Dollar) und 3000 Shilling pro Kind vor dem
unausweichlichen Abgleiten ins Hungerelend. Eine sorgfältige
Evaluation belegt nun die grosse Wirkung der bescheidenen Renten.
Das Gutachten mit Fallstudien und Umfrage-Ergebnissen bietet eine
Fülle von Material, das der einsetzenden entwicklungspolitischen
Debatte über soziale Sicherungssysteme für die Dritte Welt wichtige
Impulse vermittelt.
Hier sind eine
Zusammenfassung des Evaluationsberichts «Salz, Seife und Schuhe für
die Schule» und ein Interview mit dem Initianten, dem Schweizer
Soziologen Kurt Madörin, zu finden.
(Illustration © Museum
für Kommunikation, Kurt Blum)
Tags:Entwicklungspolitik, KwaWazee, Humuliza, Tansania,
Kurt Madörin, Beitragslose Renten,
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