Internet und Computer
«Keynote»-Präsentation auf Windows-Maschine
02.09.07 16:50
Jeder Mac-Benutzer weiss, dass
«Keynote» für Präsentationen und Diaschauen unübertroffen ist.
Microsofts «Powerpoint» kann mit der Software aus dem Hause Apple,
die Teil des «iWork»-Pakets ist, einfach nicht mithalten. Was tut
aber, wer seine ausgeklügelte «Keynote»-Präsentation auf einer
Windows-Maschine vorführen (lassen) muss? Ist der Export ins
«Powerpoint»-Format unumgänglich, das weit weniger variantenreiche
Übergänge im Repertoire hat und auch schnell ins Ruckeln kommt,
wenn der Bildschirm sich belebt? Vergesst «Powerpoint», wählt
«QuickTime»! «Keynote» ist in der Lage, jede Diaschau als
«QuickTime»-Film zu speichern. In den Einstellungen dazu, kann man
wählen, ob der Film automatisch abläuft oder vom Präsentierenden –
wie die originale «Keynote»-Schau – von Hand gesteuert werden soll.
Um ganz sicher zu sein, lädt man sich «QuickTime for Windows» mit
auf den Memorystick – falls das Programm auf der Vorführ-Maschine
noch nicht installiert ist. Übrigens: Im «Keynote»-Handbuch ist das
alles ausführlich nachzulesen. Aber wer tut das schon?
Von der Aktualität überrollt
14.08.07 16:18
So geht es, wenn man sich zu lange
Gedanken macht: Letzte Woche präsentierte Apple-Chef Jobs die
neuste Version des Web-Programms «iWeb» vor, von dem in meinem
Erfahrungsbericht über Webseiten-Weben
kurz die Rede ist. Für alle, die ihren Freunden und Familien ihre
Ferien- und Geburtstagsbilder präsentieren wollen, ohne sich mit
den Beschränkungen des Web-Designs zu plagen, bietet die neuste
Version der Medien-Datenbank «iPhoto» – ebenfalls Teil der
Kreativsoftware-Suite «iLife ’08» – die Möglichkeit, ganze Foto-
und Filmserien als private Web-Galerie ins Internet zu stellen.
Voraussetzung ist allerdings die Mitgliedschaft beim Dotmac
(.mac)-Service, der für eine Jahresgebühr von 139 Franken
neuerdings 10 GB Speicherplatz bietet. Ich habe das Angebot
ausprobiert. es ist wirklich so kinderleicht, wie die Ankündigung
behauptet. Das Hochladen einer Serie von fünf Duitzend Bildern und
drei kurzen Film-Clips (.mov-Dateien) dauerte wenige Minuten. Der
Clou des Ganzen ist die Möglichkeit, Aussenstehende die Ergänzung
der Galerie zu erlauben. Sie erhalten zu diesem Zweck eine
spezielle E-mail-Adresse, an die sie ihre Bilder schicken können.
Der Besitzer der Galerie kann dann die von aussen beigesteuerten
Fotos in seine Sammlung auf dem Computer herunter laden. Galerien
können nach Belieben mit einem Passwort geschützt und nur einem
beschränkten Kreis zugänglich gemacht oder für alle Welt offen
gehalten werden. «Alle Welt» ist allerdings mächtig übertrieben.
Denn im realen Internet findet eine Web-Galerie nur, wer darauf
aufmerksam gemacht – das heisst: zum Betrachten eingeladen – wird.
A propos Betrachten: Die Darstellung der Galerie sieht nicht wie
eine Website aus, sondern viel eher wie ein
Bildbetrachtungs-Programm: Den Besuchenden stehen vier Varianten
zur Verfügung: eine Rasterdarstellung, ein Mosaik, ein Karussell
(ähnlich wie die CD-Hüllen-Sammlung in «iTunes») und eine Diaschau.
Der Hintergrund lässt sich ebenfalls individuell anpassen: schwarz,
grau (hell und dunkel), weiss

.
Die Prophezeiung von Steve Jobs, dass in Zukunft die meisten
Familienbilder nicht mehr auf DVDs herumgeboten, sondern in einer
Web-Galerie publiziert werden, hat einiges für sich. Gleichwohl
kann es durchaus Spass machen, Sammlungen von Familienbildern schön
gruppiert und mit animierten Menüs versehen auf einer DVD zu
verewigen. Aber überall, wo es eilt, ist die Idee der Web-Galerie
Gold wert. Das gilt natürlich nicht nur für Freundeskreise, Vereine
und Familien, sondern durchaus auch für professionelle Anwendungen.


