Kunst und Kultur
Gerrit Rietveld im Vitra-Museum
15.05.12 13:02

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Ida van Zijl: Gerrit Rietveld – Die Revolution des Raums.
Eine ausführliche Besprechung der Ausstellung und des Katalogs gibt es demnächst hier.
Plädoyer für Jeff Koons
12.05.12 12:15

Eine ausführliche Besprechung der Ausstellung und des umfangreichen Katalogs folgen demnächst hier.
Edward Kienholz und Nancy Reddin Kienholz: Zeichen der Zeit
06.03.12 14:54

Vera Isler zeigt Künstler-Porträts im Museum Tinguely
31.01.12 15:40

Zur Ausstellung, die 2011 auch im Museum der Moderne in Salzburg zu sehen war, erschien ein Katalog mit Texten von Jean-Christophe Ammann und Margit Zuckriegl. Vera Isler: Face to Face II. Weitra 2011 (Verlag Bibliothek der Provinz) 96 Seiten, CHF 22.00. Die polnischen Filmemacher Daria Kołacka und Piotr Dżumala porträtieren die Künstlerin in dem Film «Vera Isler – Einen Augenblitz, bitte». Eine ausführliche Besprechung der Ausstellung und des Katalogs steht hier.
Pierre Bonnard bei Beyeler
27.01.12 15:12

Eine ausführliche Besprechung der Ausstellung und des Katalogs gibt es hier.
Robert Breer – Pionier der bewegten Bilder
25.10.11 13:27

Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags
14.10.11 21:03

Surrealismus in Paris
29.09.11 16:45

Louise Bourgeois bei Beyeler
02.09.11 17:28

«Fetisch Auto» im Museum Tinguely
06.06.11 18:54

Eine ausführliche Besprechung der Ausstellung und des Katalogs ist hier zu lesen.
Brancusi und Serra bei Beyeler
21.05.11 15:00

Wicks «Bauchgefühl», dass Brancusi und Serra irgendwie seelenverwandt seien und zusammen gezeigt gehören, bleibt nach einem ersten Rundgang durch die sorgfältig arrangierte Ausstellung ein Bauchgefühl: Man wird den Eindruck nicht los, dass sich die Werke der beiden Koryphäen nicht allzu viel zu sagen haben. So sehr Serra schon als Kunststudent in Paris Brancusi bewunderte, in dessen rekonstruiertem Atelier er tagelang zeichnend hockte, so eigenständig hat er später sein skulpturales Werk entwickelt. Brancusis Einfluss auf alle, die nach ihm Kunstwerke in drei Dimensionen gestalteten, ist unbestritten.
Zur Ausstellung erschien ein Katalog, der alle versammelt, die sich über Serras und Brancusis Kunst kluge Gedanken machen.
Eine ausführliche Besprechung der Ausstellung und des Katalogs ist hier zu lesen.
Stimme der Wölfin
30.03.11 16:17

Ein gutes Beispiel bietet Silvana Schmids Buch über die Tessiner Sängerin La Lupa. Dramaturgisch raffiniert entfaltet die erfahrene Journalistin und Autorin in acht Kapiteln das Leben der in Corbella im Onsernone-Tal aufgewachsenen Maryli Maura (Meri) Marconi. Kein Zweifel: Die Porträtierte trug durch ihre farbigen Erzählungen viel zu dem gelungenen, mit Fotos von Gitty Darugar illustrierten Werk bei.
Im Vorwort räumt Silvana Schmid ein, sie habe mit dem Ruf der La Lupa als herausragende Volksmusikerin zunächst wenig anfangen können – bis sie in Locarno einen ihrer Auftritte erlebte. Da war sie nicht nur von ihrer mitreissenden Stimme begeistert, sondern vor allem vom Raffinement des zweisprachig vorgetragenen Programms – und von der Ausstrahlung der authentischen Künstlerinnen-Persönlichkeit
Als sie der Tessinerin später auch in Zürich zufällig begegnete, reifte der Plan einer «Wegbeschreibung in Etappen»: Wie wurde La Lupa aus Corbella die bunte Wölfin der Zürcher Szene? Wie kam sie dazu, ihr Naturtalent zur Profession zu machen? Und wie schaffte sie es, dabei ihren ganz einzigartigen Stil zu entwickeln?
Es ist die grosse Stärke der Autorin, dass sie sich nicht damit begnügt, Antworten auf die selbst gestellten Fragen zu suchen. Vielmehr gelingt es ihr, das künstlerische Aufblühen der Tessinerin in die Zürcher Zeitläufte einzubetten: Der Globus-Krawall 1968, die Jugendbewegung der frühen achtziger Jahre haben La Lupas Leben ebenso geprägt, wie das vieler ihrer Altersgenossinnen und -genossen, besonders in den Kreisen der Künstler.
Dass Meri Marconi zur eigenständigen, selbstbewussten Künstlerin werden konnte, verdankte sie allerdings nicht dem Zeitgeist, sondern ihrer eigenen Hartnäckigkeit und dem innovativen Musiker-Milieu, in dem sie sich während vielen Jahren bewegte – bis ihr «System La Lupa» zur Reife kam: «Es ist massgeschneidert, wie die Kleider ihrer Nonna Miriam, massgeschneidert auf ihre Person und auf ihre Grenzgänge zwischen den Sprachen, den Kulturen, den Milieus und den musikalischen Genres, zwischen ihrer Spiritualität und ihrer Sinnesfreude», beschreibt Silvana Schmid die Basis einer unbeirrbaren künstlerischen Selbstsicherheit. Dazu gehört auch, dass sie die Zürcher Strassen täglich zur privaten Bühne macht, auf der sie in knallbunten, extravaganten Kleidern La Lupa zur Kultfigur stilisiert.
Nicht nur den Passanten, die ihr dabei begegnen – manche freudig überrascht über den Mut, manche leicht geniert ob der Exhibition – eröffnet Silvana Schmids Porträt überraschende Perspektiven, die vom Zürichsee bis ins Onsernone-Tal reichen.
Silvana Schmid: La Lupa. Die Stimme der Wölfin. Mit Fotografien von Gitty Darugar. Zürich 2011 (Limmat Verlag). 112 Seiten, 12 Fotografien. CHF 28.00; € 22.00
Arman – eine Werkschau im Museum Tinguely
15.02.11 15:10

Zur Ausstellung erschien ein sehr schön und sorgfältig gemachter Katalog.
Mehr über die Ausstellung den Katalog demnächst hier.
Illustration: Avant la chance, 1989 (Ausschnitt)
Giovanni Segantini in der Fondation Beyeler
16.01.11 17:16

Under Destruction
17.10.10 18:27

Wien 1900 – ein Gesamtkunstwerk
24.09.10 21:10

Kunst in Fesseln
09.06.10 16:29

Roboterträume
08.06.10 15:42

Basquiat in der Fondation Beyeler
07.05.10 16:42

Die ausführliche Besprechung der Ausstellung und des Katalogs gibt es hier.
Der Erste Weltkrieg
05.05.10 14:27
Auf
vier DVDs mit insgesamt über elfeinhalb Stunden Filmsequenzen
entwickeln Heinz Bütler und Alexander Kluge mit Hilfe zahlreicher
illustrer Expertinnen und Experten unter dem Titel «Der Erste
Weltkrieg: Kunst und Krieg» ein umfassendes Panorama künstlerischer
und politischer Weichenstellungen, die ein ganzes Jahrhundert zum
Entgleisen brachten. Die Frucht der Zusammenarbeit zwischen NZZ
Format und dctp.tv wird (für stolze 120 Franken) als
«Sammlerobjekt» präsentiert und gleichzeitig als «Work in progress»
relativiert. Für das Jubiläumsjahr 2014 steht eine ergänzte Fassung
in Aussicht. Die von Heinz Bütler verantworteten beiden ersten DVDs
befassen sich mit einzelnen Künstlern und ihren Kriegserfahrungen
(DVD 1) sowie mit Dadaismus und Surrealismus (DVD 2). Alexander
Kluge dokumentiert – mit einem bedeutend grösseren Stab von
Mitarbeitenden und einem signifikant höheren intellektuellen und
kreativen Aufwand – «Die Abwesenheit von Kriegskunst», zeigt «wie
ein Jahrhundert entgleist» (DVD 3) und demonstriert die
Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit historischen Katastrophen
(DVD 4) – denn «wer die Massaker nicht erinnert, pflegt sie.» Es
liegt in der Natur der Materialsammlung, dass sich die
Betrachtenden auf Längen und Unfertiges gefasst machen müssen. Das
Begleitheft hilft, Schwerpunkte zu erkennen. Unsere kritische Besprechung
steht hier.
Die Essenz der Dinge
23.03.10 11:26

VitraHaus in Weil am Rhein: Häuserstapel
13.02.10 10:24

Vom Kino zur Kinetik - die bewegte Kunst wird zur Kunstgewegung
09.02.10 19:39

Henri Rousseau in der Fondation Beyeler
07.02.10 13:08

Basler Fasnacht und Kunst
04.02.10 21:33

Jenny Holzer in der Fondation Beyeler
02.11.09 15:40

Rauschenberg bei Tinguely
22.10.09 09:26

Rauschenberg: «Trophy III (for Jean Tinguely)»
Eisen, Feuer und die Zeit
21.09.09 11:44

Kunst-Clan Giacometti
29.05.09 16:26

Rüstungen und Roben
12.05.09 09:00

Holbein bis Tillmans
01.04.09 13:52

Littmanns chinesischer Veloladen
10.02.09 19:57


Bilder © Jürg Bürgi (oben), Nils Fisch (unten).
Sammelsurium mit Seele
04.02.09 10:47

Bildwelten: Afrika, Ozeanien und die Moderne
23.01.09 19:16


Skulpturen indigener Künstler im Dialog mit Werken von Meistern der klassischen Moderne: Das ist die Grundidee der Ausstellung «Bildwelten – Afrika, Ozeanien und die Moderne» (25. Januar bis 24. Mai 2009) in der Fondation Beyeler in Riehen. Neu ist das Konzept zwar nicht, doch so konsequent und wagemutig wie Kurator Oliver Wick hat sich noch niemand an die Arbeit gemacht: In den Mittelpunkt des «visuellen Abenteuers» (Wick) stellte er in je sechs Räume Skulpturen-Gruppen aus Afrika und Ozeanien, insgesamt 197 Kunstwerke, und konfrontiert sie mit 44 Arbeiten, mehrheitlich Gemälden, der klassischen Moderne, 40 davon aus dem eigenen Sammlungsbestand. So eigenwillig wie die Ausstellung, so unkonventionell ist auch die Begleitpublikation: eine Pappschachtel. Sie enthält – zum Auseinanderfalten – 15 grossformatige Bildtafeln mit den Abbildungen der ausgestellten Werke und sachkundigen Erläuterungen, sowie eine 48 Seiten starke Broschüre, deren Haupttext anschaulich zeigt, wie verschieden Ethnologen und Kunsthistoriker mit den früher als «primitive Kunst» oder als «Art brut» etikettierten Werken umgehen. Mehr...
Jürg Hasslers Schach-Spiele
21.10.08 16:48

Schenkung Aeppli im Museum Tinguely
19.09.08 09:55

George Nelson – Architekt, Autor, Designer, Lehrer
15.09.08 16:39

Fernand Léger: Brücke über den Ozean
30.05.08 10:12

Eine ausführliche Besprechung ist hier zu finden.
Im Massstab 1:1: Andrea Zittel und Monika Sosnowska im Schaulager
25.04.08 13:27

Was verbindet die beiden Frauen? Nichts. Was haben sie künstlerisch gemeinsam? Gar nichts. Weshalb ist ihr Schaffen nun gleichzeitig zu sehen? Weil Theodora Vischer «ein Gefühl hatte, ihre Werke zusammen ausstellen zu wollen», wie sie freimütig zugibt. «Im Nachhinein kann man es dann natürlich begründen.» Dabei ist dann in gescheitem Blabla die Rede davon, dass «beide auf ihre je eigene Umgebung reagieren». Pipifax! Wer tut das nicht in irgendeiner Form? Gäbe es echte Berührungspunkte, wäre es in der langen Vorbereitungszeit sicher zu einem irgendwie gearteten künstlerischen Dialog gekommen. Warum nicht einfach einräumen: Hier sind zwei grundverschiedene, eigenständige künstlerische Persönlichkeiten mit ihrem Werk zu entdecken, gleichzeitig und im gleichen Gebäude. Im Massstab 1:1, wie es der Titel der Ausstellung deklariert. Mehr...
Kunstmaschinen und Maschinenkunst
04.03.08 15:30

Hier steht die ausführliche Besprechung als PDF zur Verfügung.
Drei Perspektiven
03.02.08 17:06
Zugegeben: Eigentlich war nicht
beabsichtigt, die Geschichte von Flucht und Vertreibung der
europäischen Kultur- und Kunst-Prominenz aus dem Herrschaftsbereich
der Nazis aus drei verschiedenen Perspektiven zu besprechen.
Eigentlich wollte ich nur das Buch «Gehetzt» aus dem NZZ-Verlag
vorstellen, das von Ruth Werfel konzipiert und, unterstützt von
nicht weniger als 15 wohlmeinenden Sponsoren, herausgegeben wurde.
Enttäuscht über das ärgerlich unbefriedigende Ergebnis dieses
Vorhabens kam ich auf die Idee, zwei weitere Bücher einzubeziehen,
die sich mit dem Exil befassen, und zu empfehlen, sich dem
wichtigen und spannenden Stoff nicht nur mit Hilfe einer einzigen
Publikation zu nähern. Denn wiewohl die Literatur zu dem Thema kaum
zu überblicken ist, gibt es immer wieder Versuche, es neu zu
behandeln: zum Beispiel in Ausstellungen, im Roman oder anhand von
Selbstzeugnissen. Ruth Werfel nutzte für eine Ausstellung
gesammelte Dokumente sowie Kontakte zu einschlägig engagierten
Forschenden zur Herausgabe ihres Sammelbandes – dessen
reisserischer Titel den Inhalt allerdings nur unvollkommen
widerspiegelt. Da passt es gut, dass Michael Lentz mit seinem
ebenso phantasievollen wie historisch genauen Roman hilft, ein
beklemmendes Stück Vergangenheit im Kopfkino der Lesenden lebendig
zu machen. Und schon 1998 zeigte Marcus G. Patka mit seiner nach
wie vor gültigen Bilder-Biografie über Egon Erwin Kisch, wie gut es
durch kluge Auswahl von Texten und Dokumenten gelingt, aus
prominenten Namen Menschen aus Fleisch und Blut zu profilieren.
Mehr in
der Besprechung (als PDF).
Action Painting: Grosse Gesten des gelenkten Zufalls
25.01.08 15:04

Die Ausstellung in der Fondation Beyeler in Riehen dauert vom 27. Januar bis zum 12. Mai 2008
Eine ausführliche Besprechung der Ausstellung gibt es hier.
Hannah Höch
19.01.08 13:37
Es
ist heute selten, dass sich beim Betrachten einer Kunstausstellung
Überraschendes entdecken lässt. Die Shows der grossen Namen sind –
nicht zuletzt wegen der horrenden Versicherungsprämien – sorgfältig
auf den allgemeinen Publikumsgeschmack konzipierte
Wanderunternehmen, die hie und da mit lokalen Leihgaben ein wenig
aufgemotzt werden. Aber es gibt auch Ausnahmen. Zum Beispiel
derzeit die Retrospektive für Hannah Höch im Museum Tinguely in
Basel. Sie zeigt das Werk einer eigenständigen und eigenwilligen
Persönlichkeit und straft alle Lügen, die in der Höch lediglich das
Berliner Dada-Groupie zu kennen glaubten, dessen Ehrgeiz darin
bestand, mit den Künstler-Kollegen zu wetteifern. Die überzeugende
Korrektur der weit verbreiteten Vorurteile gelingt in erster Linie
dank der Sorgfalt, mit der die «Berlinische Galerie»,
das Museum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur des Landes
Berlin, den Nachlass der Künstlerin verwalten und erforschen. Das
Museum Tinguely zeigt das Material der Berliner Kollegen, neu
arrangiert und durch Leihgaben ergänzt, als spannende
Entdeckungsreise durch das weithin unbekannte Universum der Hannah
Höch. Mehr...


